Das Wichtigste auf den Punkt gebracht

Das Pfarramt braucht zunächst Ihre ausgefüllte Taufanmeldung – Formulare gibt es auf dem Pfarramt. Gerne senden wir Ihnen ein Exemplar zu, wenn Sie wegen des Termins mit uns Kontakt aufnehmen. Die Geburtsurkunde legen Sie bitte bei. Neuerdings fertigen die Ämter nicht mehr automatisch ein Exemplar für die Pfarrämter – lassen Sie uns das Original bzw. das Familienstammbuch zukommen, wir geben es Ihnen bei der/ nach der Taufe zurück.
Die Taufe ist gleichzeitig der Beitritt in die Evangelische Landeskirche in Württemberg. Das ist ein schönes Zeichen dafür, dass wir ohne Vorbedingungen in die Gemeinschaft des „Leibes Christi, der Gemeinde“ aufgenommen werden, bevor wir selbst aktiv werden oder etwas „leisten“ können. Wir werden durch die Taufe zum Teil eines großen Ganzen und sind aufgerufen, die empfangene Taufe dann durch unseren gelebten Glauben auszufüllen, denn Gottes Ruf möchte eine Antwort. Jeder Täufling wird in die Kirchenbücher eingetragen – und eben auch in Ihr Familienstammbuch, sofern vorhanden. Bitte bringen Sie dieses zum Taufgespräch mit – bei der Taufe erhalten Sie es ausgefüllt zurück.
Eine Kirche, die kleine Kinder tauft, verpflichtet sich, diese Kinder auf dem Weg des Glaubens zu begleiten und die Eltern in der christlichen Erziehung zu unterstützen. Man kann Glauben nicht „erziehen“, aber man kann vieles tun, um Kindern Zugänge zum Glauben, zu Gott, zu Jesus Christus zu schaffen. Der Glaube selber ist und bleibt eine eigene Entscheidung. Die Verpflichtung der Kirche, Kindern Zugänge zum Glauben zu schaffen und sie christlich zu erziehen, löst die Kirche unter anderem durch das Patenamt ein, außerdem durch Religionsunterricht an öffentlichen Schulen, Konfirmandenunterricht und die Angebote der Gemeinde vor Ort wie Jungschar, Kinderkirche etc. Paten sind von ihrer Kirche und Gemeinde beauftragt, die Eltern und das Kind zu begleiten und zu unterstützen. Das Patenamt ist also ein Gemeindeamt – und daher ist logischerweise ein Pate ein Mitglied einer christlichen Kirche – und mindestens einer gehört der Evangelischen Kirche an. Ein Taufpate, der nicht im Gemeindegebiet der Ev. Kirchengemeinde wohnt, legt uns eine „Patenbescheinigung“ vor, die er oder sie am Wohnort vom dort zuständigen Pfarramt erhält (oft reicht ein kurzer Anruf dort). Eine Möglichkeit, seiner Patenverpflichtung nachzukommen, wäre zum Beispiel eine Kinderbibel – hat der Täufling schon eine? Andachts- oder Kinderbücher zum christlichen Glauben wären schöne Geschenkideen – gerne berät das Pfarramt – und auch sonst sind hier der Fantasie keine Grenzen gesetzt.
Jedes Kind bekommt bei seiner Taufe einen Bibelvers als Taufspruch mit auf den Lebensweg. In aller Regel ist es ein persönlich zugesprochenes Wort einer Verheißung oder Zusage Gottes. Wir nehmen dabei die gebräuchliche Übersetzung (aktuelle Lutherbibel), die wir im Gottesdienst auch verwenden. Im Taufgespräch werden wir auch darüber reden und Sie können auch Ihre Gedanken und Wünsche formulieren und dann im Taufgespräch den Taufspruch gemeinsam festlegen.
Seit einigen Jahren gibt es auch in vielen evangelischen Gemeinden den schönen Brauch der Taufkerze: Bei der Taufe wird das Licht der Taufkerze direkt nach der Taufe am Osterlicht entzündet. Damit drücken wir aus, was bei der Taufe geschehen soll: Dass das Licht des Auferstandenen auch im Leben dieses Kindes hell leuchten will, wie Jesus sagt: „Wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben“ (Johannesevangelium, Kapitel 8, Vers 12). Die Eltern oder Paten können diese Taufkerze bei einschlägigen Adressen oder Bastelshops erstehen, gegebenenfalls passt sogar eine selbst gestaltete Kerze als Geschenk für diesen Tag. Zuhause kann die Taufkerze dann zu gegebenem Anlass angezündet werden: Am Tauftag oder Geburtstag, an Ostern etc. Wie gesagt: Viele gestalten heute diese Kerze selbst (wäre das eine Aufgabe für eine Patin/ einen Paten?).
Die Taufe hat einen bezeugenden Aspekt, der öffentlich geschieht: Dieser Mensch gehört nun nicht mehr sich selber, sondern zu dem, der ihn in Seine Gemeinschaft gerufen hat: Zu Jesus Christus. Deswegen wird ein Mensch „Christ“ genannt, weil er zu Christus gehört. Das geschieht öffentlich – und daher auch in einem öffentlichen Gottesdienst mitten in der Gemeinde, in die man aufgenommen wird. In diesem Gottesdienst werden die Eltern und Paten verpflichtet. Unsere Gottesdienste finden in der Regel sonntags um 9 Uhr oder um 10.15 Uhr im Wechsel im Gemeindezentrum in Schömberg oder in der Erzinger St. Georgskirche statt (siehe Veröffentlichungen).
Um den Charakter des Gottesdienstes zu bewahren, gilt grundsätzlich in unseren Gottesdiensten ein Film- und Fotografierverbot. Bitte tragen Sie Sorge, dass auch die Gäste davon informiert sind. Das Eigentliche der Taufe lässt sich ohnehin nicht „im Bild festhalten“. Nach dem Gottesdienst steht der Gottesdienstraum Ihnen noch für Aufnahmen zur Verfügung.
Es ist eine schöne Tradition, dass die Kirche bei uns am Tauftag mit Blumen geschmückt ist – ein festlicher Rahmen für einen besonderen Tag, mindestens am Altar und am Taufstein. Wir freuen uns über eine Spende zur Unkostendeckung für den Blumenschmuck. Sollten Sie selbst Interesse haben, den Schmuck am Tauftag zu gestalten oder über eine Gärtnerei oder einen Floristen gestalten zu lassen, dann sind Ihre Ansprechpartnerinnen unsere Mesnerinnen Frau Kröger in Erzingen (Pfarramt Tel. 07433-4210) oder Frau Rudek (Dotternhausen) in Schömberg (Tel. 07427-3241).Wir bitten in dem Fall um Absprache.
Das Taufgespräch dient der Vorbereitung der Taufe. Hierzu sind auch die Paten herzlich eingeladen, damit wir über das Patenamt gemeinsam nachdenken können. Sollten die Paten ihr Patenamt zum ersten Mal ausüben, wäre eine Teilnahme am Taufgespräch für die Paten sehr sinnvoll. Schließlich gehen die Paten bei der Taufe öffentlich eine Verpflichtung ein. Der Auftrag zur Taufe und der Inhalt des christlichen Glaubens sind zwei Themen, die beim Taufgespräch einen Schwerpunkt bilden, ebenso die Fragen der Eltern und Paten.

Book your tickets